FC Eschelbronn vs VFB Bad Rappenau | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Kampf, Aluminium und eine heiße Schiedsrichter-Diskussion

FC Eschelbronn vs VFB Bad Rappenau

Spektakuläres Offensiv-Festival zum Abschied vom „alten“ Kallenberg

FC Eschelbronn – VfB Bad Rappenau 4:4 (1:1)

Was für ein Würfelspiel zum Saisonabschluss! Am letzten Spieltag der Kreisklasse A Sinsheim lieferten sich der FC Eschelbronn und der VfB Bad Rappenau ein echtes Offensivspektakel. Beim historischen letzten Spiel der Runde auf dem „alten“ Kallenberg sahen die Zuschauer ein hochemotionales 4:4-Unentschieden – ein Spiegelbild des engen 4:3-Hinspielsiegs des FC, nur dass die Punkte diesmal geteilt wurden.

Dabei standen die Vorzeichen für beide Teams nach mäßigen Vorwochen (jeweils nur ein Sieg aus den letzten fünf Partien) unter Druck. Doch zum Abschied legten beide Mannschaften jegliche
Defensivfesseln ab.

Erste Halbzeit: Kampf, Aluminium und eine heiße Schiedsrichter-Diskussion

Beide Teams starteten kampfbetont in die Partie. Der FC Eschelbronn erarbeitete sich früh ein optisches Übergewicht und hochkarätige Tormöglichkeiten, biss sich jedoch zunächst am glänzend aufgelegten Rappenauer Keeper die Zähne aus. Die Quittung folgte in der 14. Minute: Nach einer Unaufmerksamkeit in der FC-Hintermannschaft schraubte sich ein Rappenauer Angreifer im Strafraum völlig freistehend hoch und nickte zum 0:1 ein.

Eschelbronn schüttelte sich kurz und blies zur Aufholjagd. In der 34. Minute belohnte Luis Lintner die Bemühungen: Er legte sich den Ball an der Strafraumgrenze zurecht und zirkelte das Spielgerät unhaltbar zum 1:1 in die Maschen. Kurz vor dem Pausenpfiff erhitzten sich die Gemüter: Paul Reischl lief völlig frei auf den gegnerischen Sechzehner zu und wurde von hinten rüde von den Füßen geholt – eine klare Notbremse, die der Schiedsrichter zum Unmut der Heimfans jedoch anders bewertete. So ging es mit dem Remis in die Kabinen.

Zweite Halbzeit: Wilder Schlagabtausch und späte Erlösung

Nach dem Seitenwechsel nahm der Wahnsinn endgültig seinen Lauf:

  • 53. Minute (1:2): Ein unglücklicher Slapstick-Moment. Der Eschelbronner Keeper schien den Ball bereits sicher zu haben, verlor jedoch den Griff, sodass der VfB-Stürmer gedankenschnell zur erneuten Gästeführung einnetzte.

  • 57. Minute (2:2): Die Antwort folgte prompt! Nur vier Minuten später bewies Paul Reischl im Strafraum-Getümmel den absolut richtigen Riecher und stocherte den Ball zum Ausgleich über die Linie.

  • 62. Minute (2:3): Die Abwehrreihen zeigten sich nun spendabel. Ähnlich wie beim ersten Gegentreffer kam ein Rappenauer Akteur im Sechzehner komplett frei zum Schuss und brachte die Gäste wieder in Front.

  • 69. Minute (3:3): Das Spiel war nun jeden Cent des Eintrittsgeldes wert. Mathis Abendroth bediente Manuel Weiss mit einem Sahnepass, der eiskalt zum erneuten Ausgleich vollstreckte.

  • 71. Minute (4:3): Der Kallenberg bebte! Nur 120 Sekunden nach dem Ausgleich bediente Kevin Kettenring den freistehenden Andreas Dinkel, der vor dem Gehäuse cool blieb und die Kugel zur erstmaligen FC-Führung versenkte.

Die Hoffnung, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten, zerschlug sich in der 82. Minute, als Bad Rappenau nach einer Unachtsamkeit zum 4:4-Endstand ausglich. Viel mehr hätten die Nerven der Zuschauer an diesem Nachmittag auch nicht mehr ausgehalten.

Fazit & Tabellensituation
Mit diesem leistungsgerechten, aber wilden Unentschieden verabschieden sich beide Mannschaften in die Sommerpause. In der Endabrechnung der Kreisklasse A Sinsheim belegt der FC Eschelbronn mit 37 Punkten den 13. Tabellenplatz, während der VfB Bad Rappenau die Spielzeit mit 27 Punkten auf dem 16. Rang beendet.

Bilder zum Spiel

Danke, Coach!

Das letzte Saisonspiel markierte gleichzeitig einen emotionalen Wendepunkt: Der FC Eschelbronn verabschiedet sich von seinem Trainer Engin Akgül, der in der kommenden Runde neue Wege gehen wird. Der gesamte Verein bedankt sich recht herzlich für die geleistete Arbeit, das Herzblut und den kontinuierlichen Aufbau des Teams, was in dieser intensiven Phase sicherlich nicht immer eine leichte Aufgabe war. Für die sportliche und private Zukunft nur das Beste!

Danke Engin